Es ist wirklich interessant, mit welch unpassender Wortwahl manche Teilnehmer des Wordcamps Berlin 2010 die Veranstalter angehen. Neben zurückhaltend kritischen (und vor allem konstruktiven) Beiträgen wie z.B. bei Kai Thrun, finden sich zum Thema leider auch Beiträge wie der von Torsten Maue.

Unter dem Titel “Wordcamp Berlin 2010 – Mein Rückblick” wird dann die Location als “Bruchbude” bezeichnet, für die man als Coworkingspace auf keinen Fall Geld bezahlen würde, die gar so baufällig sein soll, dass man mit Verwunderung registriert hat, wieso der Fahrstuhl noch nicht vom TÜV gesperrt worden ist. Die Campingstühle als Sitzgelegenheiten waren nicht gut genug, die Akustik mies und das nicht vorhandene Mittagessen würde eh gar nicht gehen. Kuchen hatten die Veranstalter zwar bereitgestellt, das würde als echtes Mittagessen aber nicht genügen.

Zum Glück hat der arme Mann noch ein Restaurant in der Nähe gefunden, so das er keinen Kuchen mit Zuckerguss auf einem Klappstuhl ohne Tisch in einer Bruchbude -sorry, einem umfunktionierten Lagerhaus- essen musste. Klingt nach einer echten Zumutung, oder?

Für mich klingt das eher nach sehr hochgesteckten Erwartungen, für die dann nichts gut genug sein kann. Bemühungen der Veranstalter werden nicht nur nicht gewürdigt, nein, man lässt einfach mal kein gutes Haar an der Veranstaltung und nörgelt einfach an allem. Zum Glück gibt es ja auch die konstruktiven Kritiker und die Leute, die Bemühungen um eine mehr oder weniger kostenlose Veranstaltung zu schätzen wissen. Das lässt für die Zukunft dieser Veranstaltungsform hoffen…