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Beiträge getaggt mit Gesellschaft
Polizei-Brutalität bei der Freiheit-Statt-Angst Demo 2009
13. Sep
Dieses Video von der FSA09 ist dem CCC zugesteckt worden. Hintergrund ist, dass der Fahrradfahrer im blauen Hemd Anzeige gegen einen anderen Polizisten erstatten wollte, weil der einen Freund von ihm unter unfreundlichen Umständen (“aggro-zecke trifft aggro-polizist”) festgesetzt wurde.
In dem Video sieht man, wie die Polizisten gegen ihn und diverse unschuldige Passanten handgreiflich werden.
Von Teheran nach Berlin
16. Jun
“Wird das Internet die Welt verändern?” Diese Frage hört man ständig und in immer wieder neuen Variationen. Die Antwort ist mehr als simpel: Nein, das Internet wird die Welt nicht verändern, es hat die Welt bereits verändert.
Ein aktuelles Beispiel dafür sind die Vorgänge nach den Wahlen im Iran. Dort halten die Machthaber mit aller Gewalt an ihren Ämtern fest. Sie schalten Mobilfunknetze ab und sperren das Internet. Trotz dieser Zensurversuche dringen aber täglich neue schreckliche Bilder an die Öffentlichkeit. Für diese Bilder und die damit verbundene Aufklärung der Weltöffentlichkeit riskieren viele Menschen ihr Leben.
Bewirken solche Aktionen im Internet etwas? Greifbare Änderungen wird das Internet nicht in die politische Landschaft im Iran bringen. Ich persönliche erwarte nicht, dass die Machthaber vor der erzeugten Öffentlichkeit kapitulieren.
Dieses Beispiel zeigt aber sehr schön, dass sich der Informationsfluss nicht mehr stoppen lässt. Noch in den 80er Jahren hätten die Bilder (geschweige denn Videos) aus Teheran nicht so einfach ihren Weg um die Welt gefunden. Die Berichterstattung lässt sich nicht mehr unterdrücken, Zensur hat den Weg in vielen Fällen noch nicht in die neuen Medien gefunden oder wird von Bürgerrechtlern unter immensen Gefahren umgangen.
Wenn ich den Faden mal weiter spinne, sehe ich mich in vielen Jahren in einer Gesellschaft, in der jeder Zugang zu allen Informationen hat, korrupte Machthaber und Diktatoren brisante Informationen nicht mehr einfach verbergen können und in der der Bürger wirklich frei und mündig sein wird. Mehr >
Webentwicklung im 400 Euro-Minijob
31. Jan
Seit sich um den Webworker an sich die wildesten Mythen über seine Verfügbarkeit, Belastbarkeit und unglaubliche Flexibilität ranken, kommen immer mehr unpassende bis dreiste Jobangebote auf den Markt.
Den Vogel abgeschossen hat für mich eine Firma aus Niedersachsen. Diese sucht auf den Webseiten der Arbeitsagentur einen “Webentwickler für die eigene Homepage auf 400,- Euro Basis”.
Das ganze soll in “Teilzeit – flexibel” erfolgen – was auch immer man sich bei der Vergütung darunter vorstellen darf.
Da meine Neugier wieder mal zu groß war, habe ich dem Unternehmen kurz meine Unterlagen zugesendet. Nachgewiesen habe ich darin u.a. Qualifikationen in den folgenden Bereichen:
Webentwicklung
- Konzeption und Gestaltung
- Planung der technischen Anforderungen
- Webprogrammierung (z.B. HTML/XHTML, CSS, PHP, MySQL)
- Redaktionssysteme (z.B. WordPress, Joomla, Drupal)
- Datenbankanbindung
- Suchmaschinenoptimierung
- Zugriffsanalyse
Netzwerkmanagement Linux und Windows
- Installation und Administration von Mail-, File-, Datenbank- und Webservern, Firewalls, etc.
- Fehleranalyse und -behebung
- Datensicherung und -sicherheit, Netzwerksicherheit
- Benutzer- und Zugriffsverwaltung
- Benutzerbetreuung (Help Desk)
- Migrationskonzeption und -durchführung
- LAN-, WAN-, WLAN-Anbindung
Heute hatte ich die Antwort im Briefkasten. Mehr noch als über die Absage, war ich über die Begründung erstaunt:
“Ausbildung und Erfahrung” entsprechen bei den von mir genannten Anforderungen also nicht dem geforderten Profil?
Mit Verlaub: Abgesehen davon, dass ich die sehr schwammig formulierten Anforderungen voll abdecke, reden wir von einer Webseite, die sich bisher auf dem Niveau hier befindet:

Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg bei der Suche nach einer für diesen anspruchsvollen Job ausreichend qualifizierten Person – die sich im Idealfall auch von Luft ernähren kann…



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