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NetzClub: Facebook-Page ungleich Kundenbetreuung
16. Aug
Ich hatte ja neulich schon darüber geschrieben, dass ich es schade finde, wenn Betreiber von Facebook-Pages wie z.B. simyo gefühlt immer mehr bei Nutzerproblemen auch allgemeiner Art auf den Mail-Support des Unternehmens verweisen. Damit nimmt man nicht nur die Dynamik aus der Community, man verpasst auch die Chance, anderen Usern mit gleichen Problemen einen direkten und schnellen Lösungsansatz an die Hand zu geben. Ein schöner Beleg für dieses immer mehr um sich greifende Verhalten ist meiner Meinung nach folgende Konversation eines Kunden mit NetzClub:

Am Verlauf fallen mir gleich mehrere Kritikpunkte auf. Ich finde es zuallererst ziemlich ungünstig, den Kunden auf Kontaktmöglichkeiten zu verweisen und dann nur auf die FAQ zu verlinken. Das der Kunde sich von dem Betreuer der Facebook-Fanpage etwas mehr erwartet hat, wird deutlich, als dieser fragt, mit wem er es überhaupt zu tun hat. Offensichtlich hat er bei der NetzClub-Page auf Facebook schon einen etwas direkteren Kontakt zum Unternehmen/Support erwartet, als ihm geboten wird.
Richtig ärgerlich wird es aber, als das Community Management sich nicht nur als völlig vom Support abgekoppelte Abteilung outet, sondern sich auch noch ungeschickt aus der Frage winden will.
Da ist also ein Kunde mit einem eher abstrakten und allgemeinen Problem und man beantwortet seine Frage nicht, weil man a) nicht im Support sitzt und b) der Support meist aufgrund individueller Fragen eher auf die telefonische Lösung verweisen würde.
Leute, da ist jemand, dem ihr schnell und unkompliziert helfen könntet!
Richtig schade, dass hier gleich mehrmals die Möglichkeit vergeben wird, bei diesem und anderen Kunden zu punkten. Von der Fragestellung, warum man überhaupt einigermaßen eine Facebook-Page betreibt statt nur telefonischen Support zu bieten mal ganz abgesehen…
Facebook löscht BP-Boykottseite mit 800.000 Mitgliedern
29. Jun
Wie CNN berichtet, hat Facebook soeben eine BP-Boykottgruppe mit ca. 800.000 Mitgliedern von der Plattform entfernt. Bisher nutzten Menschen auf der ganzen Welt diese Gruppe zum verteilen von Bildern und Videos, die die katastrophalen Auswirkungen der Ölpest im Golf von Mexiko zeigen.
Was Facebook zur Löschung bewogen hat, dürfte den Usern auch auf den zweiten Blick verborgen bleiben. Eine neue Gruppe findet sich auf jeden Fall hier:
https://www.facebook.com/pages/Boycott-bpARCO/138332356184294
Fußball und Facebook
19. Jun
Es ist nicht sonderlich gut gelaufen für die deutsche Mannschaft im gestrigen Spiel. Kann passieren, muss man mit leben. Was sich derzeit aber auf Plattformen wie Facebook abspielt, passt wirklich nur in die Kategorie “Unsportliches Verhalten”.
Thomas Jakobi hat dort eine Gruppe mit dem Namen “Ich hasse Alberto Undiano” gegründet, in der sich nun ein Shitstorm gegen den Schiedsrichter des Spiels Deutschland – Serbien formiert. Einige der unschönen Beiträge als Zitat:
der typ ist echt ein arsch. ich glaube es echt nicht. bin extra morgens um 4 uhr aufgestanden um das spiel anzuschauen und deutschland anzufeuern -.- der soll echt aufpassen, wo er nun hingeht. wenn ich den treffe, dann stecke ich ihm seine blöden gelben karten ins maul
Dieses männliche Hure wollte seinem Land wohl Schützenhilfe geben bei der WM…!
Was fuer ein Arschloch! Der weiss doch gar nicht was der macht und das kostete deutschland den sieg! IDIOT!
Der Alberto sollte sich lieber auf Memory oder Maumau beschränken. Da kann er Kartenspielen bis ihm der Joker ausm Arsch kommt. Mir egal. Aber SO GEHT FUSSBALL NICHT, SEÑOR UNDIANO!!!!!!!!!! pajero!!! *auf Boden spuck*
Interessant auch die Beschreibung, die Thomas Jakobi der Gruppe gegeben hat:
Dieser faulige Drecksack is doch zu dumm um en Pudding and Wand zu Nageln!
Dem kört doch jede Lizenz endzoga!
I hau dem Sack uffd Baddrie druff un zwar ohne vorwarnung
Insgesamt ist dieses beschämende Beispiel zur Schau getragener Unsportlichkeit auch mal wieder ein schöner Beleg dafür, dass manche das Netz immer noch nicht verstanden haben. Der eine oder andere Teilnehmer eines Undiano-Shitstorms wird das aber vielleicht in einem seiner nächsten Vorstellungsgespräche nochmal näher erläutern können.




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