Tag-Archiv: VZ-Netzwerke

Ein Junge von der Straße klaut auch Buttons

9. März 2010 | Tags: , | 2 Kommentare

Tilo Hensel hat vor einiger Zeit ein paar schöne Community Icons unter Creative Commons veröffentlicht. Gerade eben habe ich die Icons auf dem Edelprofil von Sido im VZ-Netzwerk entdeckt – leider ohne den CC-Hinweis.

Schon traurig, wenn die Musikindustrie  sich sonst die Augen ausheult wegen den wirklich ganz schlimm existenzgefährdenden Raubkopien und dann selber den kleinen Mann abzieht, der seine Arbeit ausdrücklich nur mit Quellen-/Lizenzhinweis und nichtkommerziell freigegeben hat.

VZ-Netzwerke startet OpenSocial-Aktivitäten

7. Dezember 2009 | Tags: , | Keine Kommentare

Ab heute haben die 15,7 Millionen VZ-Mitglieder die Möglichkeit, sich in ihrem Netzwerk mit Apps auszutoben. VZ-Netzwerke hat offiziell seine OpenSocial-Aktivitäten gestartet. Anfänglich stehen den Usern unter anderem folgende Anwendungen zur Verfügung:

- Brain Buddies (wooga, Social-Game)
- FunCards (Plinga Online-Game)
- MIKESTAR (Online-Karaoke)
- Pizza.de (Lieferdienste-Portal)
- Spendino (Fundraising-Werkzeug)
- spickmich (Lehrerbewertungsplattform)
- steereo (Musikportal)
- stern.de – Bilder des Tages
- Turtle Squad (Plinga, Online-Game)

vz-apps-1

Interessant ist das Prinzip der Visitenkarten, mit dem Nutzer für jede Anwendung gesonderte Identitäten festlegen können und so einen gewissen Schutz iher persönlichen Daten genießen sollen.

Im zweiten Quartal 2010 will VZ-Netzwerke die Apps noch mit einem eigenen Bezahlsystem ausstatten. Die Entwicklung des Projekts wird sicher interessant zu beobachten sein, ich persönlich würde VZ-Netzwerke allerdings meine Zahlungsdaten in absolut keiner Form anvertrauen und bestimmt auch kein Nutzer vom geplanten “studiVZ Connect” werden.

Selbstmord: Chatprotokolle bringen SchülerVZ-Betreiber in Erklärungsnot

7. November 2009 | Tags: , | Keine Kommentare

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel vorab berichtet, soll die Firma VZnet mit dem mutmaßlichen Datendieb über eine Rückgabe der Datensätze verhandelt haben. Der Technikchef der VZ-Netze soll dem 20-jährigen dabei aus Eigeninitiative Geld angeboten haben, wenn die Sache dann nicht publik würde. Es dürfte wohl das Geheimnis der direkt Betiligten bleiben, wie sich die Sache nach Bekanntwerden der Vorfälle entwickelt hat.
Ich bin mir sicher, dass in den nächsten Tagen auch Theorien die Runde machen werden, dass VZnet dem jungen Mann eine Erpressung in die Schuhe schieben wollte, nachdem die Datenlecks öffentlich wurden und ihn damit indirekt in den Selbstmord getrieben hat.
Aber wie gesagt: Sind ja alles nur Mutmaßungen und der VZ-Geschäftsführer bleibt sowieso bei seiner bisherigen Darstellung.

Wer mehr dazu lesen will, dem empfehle ich den Artikel bei kress.de

Update
Hier der direkte Link zur Vorabmeldung von Spiegel.de

Der Selbstmord eines jungen Mannes und die Mär von einem Datenklau…

4. November 2009 | Tags: , | Keine Kommentare

…unter diesem Titel veröffentlichte der Anwalt des mutmaßlichen VZ-Erpressers eine Pressemitteilung:

Seit zwei Wochen berichten die Medien über einen angeblichen Datenklau auf den Plattformen „SchülerVZ“, „MeinVZ“ und „StudiVZ“. Danach soll ein 20-jähriger Mann über zwei Millionen Daten aus Profilen der Nutzer herunter geladen und so „Datenklau“ begangen haben.

Als Strafverteidiger dieses jungen Mannes (hier „Daniel“ genannt), der am letzten Samstag in der Untersuchungshaft Selbstmord begangen hat, sehe ich mich veranlasst, der offensichtlich auf einer unzureichenden Quelle basierenden, sachlich falschen und unvollständigen Berichterstattung entgegenzutreten.

Link zum kompletten Text

Datenklau bei SchülerVZ: Tatverdächtiger begeht Selbstmord

31. Oktober 2009 | Tags: | Keine Kommentare

Vor 10 Tagen ist ein Tatverdächtiger verhaftet worden, der Datensätze von SchülerVZ abgefischt haben soll. Diese Datensätze hat er dann wohl u.a. dazu verwendet, einen Erpressungsversuch gegenüber VZnet zu starten.

Ich gebe zu, dass der Täter alles andere als meine Sympathie hatte – besonders weil er sich an Daten von Kindern und Jugendlichen vergriffen hat. Diese haben eben in vielen Fällen nicht die Medienkompetenz, um sich der Gefahr bei Veröffentlichung privater Daten im Internet bewußt zu sein.

Gerade eben war auf Stern.de und bei N24 zu lesen, dass genau diese Person sich offenbar in der Jugendhaftanstalt Plötzensee das Leben genommen hat. Man kann nur darüber spekulieren, welche Vorgeschichte eine Person hat, die bereits im Knastblog von ihren vorherigen Erfahrungen in U-Haft berichtet hat. Wenn die erneute Inhaftierung der Auslöser für den Selbstmord war, kann man sich auch fragen, wieso die erste Erfahrung in Haft nicht gereicht hat, um sich an das Gesetz zu halten. Die meisten Fragen werden wohl offen bleiben.

Menschlich bedauere ich diesen Fall jetzt sehr. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind sicher nichts gewesen, was man nicht durch eine Strafe hätte aus der Welt schaffen können. Aber ein Selbstmord wegen dem Scheiss…

Update
Ein Sprecher der Justizverwaltung hat die Sache bestätigt.