Erster Eindruck von MicroPlaza

MicroPlaza.com befindet sich aktuell noch in einer geschlossenen Beta-Phase. Wer Chancen auf eine Einladung haben möchte, folgt am besten dem MicroPlaza-Account bei Twitter.

MicroPlaza.com Einladung Invite

MicroPlaza versteht sich in erster Linie als Nachrichtenaggregator der eigenen Twitter-Timeline:

We wanted a way to discover relevant and interesting items from the people we follow on Twitter. Most of the time something interesting is a link shared by a friend or colleague. So we built MicroPlaza to deliver us the filtered links from our Twitter timelines. It’s our discovery engine, our personal newswire and just so god damn addictive!

Mit MicroPlaza steigt also die Chance, im Rauschen keine relevanzten News/Links seiner Twitter-Kontakte mehr zu verpassen.
Sehr nett ist zum Beispiel auch die Funktion, die MicroPlaza-Timeline aus dem Blickwinkel eines seiner Follower zu betrachten („Being someone“) oder eine Diskussion über die präsentierten Inhalte anzustoßen.

Richtig interessant wird MicroPlaza allerdings dadurch, dass man als User hier erstmals das neue Authentifizierungsverfahren von Twitter (OAuth) in Aktion sehen kann.

Twitter OAuth

Somit entfällt die bei vielen Anwendungen aus dem Dunstkreis übliche Preisgabe des eigenen Twitter-Passworts.

MicroPlaza.com Einladung Invite

Der Ansatz von MicroPlaza ist sicher interessant, die Umsetzung mehr als gelungen – ich persönlich würde die Plattform nach meinem ersten Eindruck dennoch nicht für das nächste „Big Thing“ halten. Schöner fände ich es, wenn Twitter endlich mehr Funktionen in die eigene Plattform integrieren würde (z.B. ein Gruppensystem). Aber vielleicht ist es ja auch genau dieser Mikrokosmos von Anwendungen um Twitter und deren Mehrwert, der die Plattform überhaupt am Leben hält, bzw. ihr zum kompletten Durchbruch verhilft.

Spotify.com ohne Einladung / Spotify.com without Invitation

UPDATE:
Der Zugriff über den genannten Proxy ist von Spotify gesperrt worden.

That access over the Proxy mentioned is closed from Spotify.

—-

Für Nutzer aus Großbritannien ist der Musikdienst Spotify.com nun auch ohne Einladung nutzbar. Nutzer aus anderen Ländern bedienen sich hierfür eines Proxys: http://defilter.co.uk/
Dort einfach in das Eingabefeld die URL von Spotify setzen, auf Spotify.com den Account-Typ „Free“ wählen und seine Daten angeben. Wichtig ist noch eine Postleitzahl aus UK zur Verfügung zu haben. Diese findet man z.B. hier: UK Adress by Postcode (Beispiel: BS155BY).

Nach dem Download und der Installation des Clients, steht ungetrübtem Musikgenuß ohne Invite nichts mehr im Wege. Der Client läuft übrigens auch unter Wine.

Spotify.com ohne Einladung

Viel Spass :D

For users from Great Britain the music service Spotify.com is now also usable without invitation. Users from other countries avail themselves for this Proxy: http://defilter.co.uk/
There set the URL from Spotify simply into the input field, on Spotify.com select the type of account “ Free“ and enter yout data. Still Important is a postal zip code from UK. Find these e.g. here: UK Adress by Postcode (e.g.: BS155BY).

Now download the Client and have fun :D

Tweet This mit WordPress

Frank Bueltge hatte kürzlich eine Codeschnipsel präsent, mit dem man seinem Blog eine nette, kleine Tweet This-Funktion hinzufügen konnte.
Ich habe den Code entsprechend für meine Zwecke geändert und ihn auf die API von Cli.gs umgeschrieben.

Für die functions.php des Templates:
<?php
if ( !function_exists('fb_getcligsurl') ) {
function fb_getcligsurl( $url ) {
$fp = fopen( 'http://cli.gs/api/v1/cligs/create?key=[HIER EIGENEN API-KEY EINFÜGEN]&appid=[HIER ID EINTRAGEN, Z.B.: parkrockerblog]&url=' . $url, 'r' );
if ( $fp ) {
$cligsurl = fgets( $fp );
if( $cligsurl && !empty($cligsurl) )
$url = $cligsurl;
fclose( $fp );
}
return $url;
}
}
?>

Für das Template:
<a href="http://twitter.com/home?status=Meine%20Empfehlung%20von%20http://[HIER URL DES EIGENEN BLOGS EINTRAGEN]%20->%20<?php echo fb_getcligsurl( get_permalink() ); ?>%20(<?php the_title(); ?>)" target="_blank">Tweet this</a>

Viel Spass damit :D

Bug oder Feature? Private Fotos öffentlich bei Sevenload

Sevenload bietet seinen Nutzern bei der Erstellung neuer Alben die Möglichkeit, Privatsphäreneinstellungen vorzunehmen. Wählbar sind hierbei die Stufen „Öffentlich“, „Eingeschränkt“ und „Privat“.
Die Einstellung „Privat“ soll sich laut Sevenload wie folgt auswirken:

Dein Album und dessen Inhalt ist unsichtbar und kann von keinem Mitglied außer dir eingesehen werden. Das Album und dessen Inhalt erscheint nicht in deinem Profil und Suchergebnissen.

Klingt gut und danach, dass die Inhalte öffentlich nicht abrufbar sind. Dumm nur, wenn man sich darauf verlässt. Wieso? Die Erklärung gibt es in diesem Video:

Ich frage mich gerade, wieviele User von Sevenload sich in der trügerischen Sicherheit wiegen, dass ihre Fotos und Videos nur für sie im eingeloggten Zustand sichtbar sind…

Mirror:
YouTube
Sevenload
DailyMotion

Bundestag-Gutachten zur Netzzensur

Gerade eben bei Netzpolitk gefunden:

Gestern haben wir über das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages zur geplanten Netzzensur geschrieben, was einigen Medien schon vorlag. Da der Deutsche Bundestag anscheinend noch nicht in der Lage war, es selber zu publizieren, helfen wir gerne bei der Veröffentlichung: Hier ist das PDF.
[…]
Beschäftigt Euch damit, verbreitet es und bloggt darüber!

Wir präsentieren: Das Bundestag-Gutachten zur Netzzensur

Download:
Uploaded
Rapidshare
Netzpolitik

Jabber-Scout Teil 1: Grundlagen

Protokolle wie ICQ oder MSN sind von Haus aus geschlossen. Bei ICQ zum Beispiel liegt die Kontrolle über das Protokoll alleine bei AOL. Hieraus und aus folgenden Punkten ergeben sich für die Nutzer erhebliche Nachteile:

Datenschutz
In den Nutzungsbedingungen von ICQ heißt es sinngemäß:

Sie stimmen zu, dass Sie Ihr Urheberrecht sowie jegliche andere Eigentumsrechte an gesendetem Material durch das Senden aufgeben. Des Weiteren stimmen Sie zu, dass ICQ Inc. befugt ist, nach eigenem Ermessen jegliches gesendete Material oder gesendete Informationen in jeder Art und Weise zu benutzen, beispielsweise, aber nicht ausschließlich, indem es das Material veröffentlicht oder verbreitet.

Alternative Clients
ICQ gestattet keine Benutzung alternativer Clients. Dadurch und durch die fehlende Opazität (siehe unten), können bei einem Update des Protokolls große Teile alternativer Clients ausgeschlossen werden.

Opazität
Der geschlossene Quelltext ist ein Risiko für Sicherheit, Anonymität und Privatsphäre der Nutzer. Dieses Problem teilt ICQ mit so gut wie allen anderen Messenger-Protokollen.

Fehlende Verschlüsselung
Die Kommunikation zwischen den Nutzern ist für jeden Mittelsmann einsehbar, da ICQ von Haus aus keine Verschlüsselung anbietet.

Jabber ist eine Sammlung quelloffener Protokolle. Grundgedanke von Jabber war, eine freie Alternative zu geschlossenen Protokollen wie z.B. ICQ oder MSN zu schaffen, mit der weltweite Kommunikation ohne Kontrolle möglich ist. Vorteile von Jabber sind z.B.:

Dezentrale Server
Nutzer von z.B. ICQ müssen sich immer über einen zentralen Server anmelden. Ist dieser nicht erreichbar, ist keine Nutzung möglich. Jabber hingegen setzt auf ein dezentrales System, dass durch den Ausfall einzelner Server nicht funktionsunfähig wird.

Offenes Protokoll
Jabber basiert auf dem offenen Protokoll XMPP. Dieses ist für jeden Nutzer einsehbar. Die vollständige Kontrolle über sämtlichen Datenverkehr mit dem Jabber-Netzwerk ist damit also gegeben.

Transports
Um nach dem Umstieg auf Jabber weiterhin mit Kontakten aus anderen Netzwerken kommunizieren zu können, unterstützt Jabber sogenannte Transports. Diese senden die Nachrichten an und von  Nutzern anderer Netzwerke weiter und sorgen so für Erreichbarkeit anch einem Wechsel zu Jabber.

Sicherheit
Jabber bietet die Möglichkeit, Verbindungen mit SSL-Verschlüsselung aufzubauen. Viele Clients unterstützen zudem PGP zur Signierung von Online- und Offline-Events.

Erweiterbarkeit
Jabber nutzt XML und lässt sich daher sehr gut erweitern. Bei Bedarf lassen sich neue Namespaces einfügen und Clients können somit neue Funktionen unterstützen.

Ähnlich wie bei anderen Plattformen, hat der Nutzer bei Jabber eine Kennung, mit der er für andere Nutzer im Netzwerk eindeutig zu identifizieren ist. Diese setzt sich aus dem Benutzernamen, einem „@“, sowie der Domain des Servers zusammen. Optional ist noch die Ressource angehängt. Beispiel:

Jabber-Identifier

Da mit Jabber multiple Logins von verschiedenen Geräten möglich sind, lässt sich die Ressource zudem mit einer Priorität verknüpfen. Ist der Nutzer mit mehreren Geräten gleichzeitig angemeldet, erhält er die für ihn bestimmten Nachrichten an die Ressource mit der höchsten Prioriät.

Im nächsten Teil werde ich einen Überblick über empfehlenswerte Anbieter für einen eigenen Jabber-Account geben.

Deutsche Bahn mahnt netzpolitk.org ab

Im Rahmen der aktuellen Affäre bei der Deutschen Bahn, hat die Webseite netzpolitik.org ein brisantes Memo des Berliner Landesdatenschutzbeauftragten veröffentlicht.

Memo zur Rasterfahndung bei der Deutschen Bahn

Aus diesem Memo wurde in den vergangenen Tagen viel in den Medien berichtet, bei netzpolitik.org wurde es direkt verlinkt.
Die Deutsche Bahn nahm diese Veröffentlichung nun zum Anlass für eine Abmahnung. Man bezieht sich von Seiten der abmahnenden Deutschen Bahn auf diverse Verstöße gegen das UWG und BGB – kurz gefasst wirft man netzpolitik.org den Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen vor.
Der Abmahnung selbst war nicht zu entnehmen, ob und wieviel die Bahn, bzw. deren Anwälte für diese Abmahnung berechnet.

Für netzpolitik.org stellt sich nun die Frage, ob man es auf eine juristische Auseinandersetzung ankommen lässt. Die Deutsche Bahn hat unzweifelhaft mehr Ausdauer und finanzielle Mittel in einem Gerichtsverfahren.
Vom moralischen Standpunkt kommt es mir persönlich hoch, wenn ich sehe, wie die Bahn sich ohnmächtig gegen die Übermacht der „großen“ Medien für ein Exempel einen der schwächsten greift.
Allerdings bin ich recht zuversichtlich, dass diese Abmahnung noch heute entsprechende Aufmerksamkeit finden wird.

Deutsche Bahn mahnt netzpolitik.org ab

Deutsche Bahn mahnt netzpolitik.org ab

Deutsche Bahn mahnt netzpolitik.org ab

Deutsche Bahn mahnt netzpolitik.org ab

Eventuell erledigt sich die Sach ja schneller als man denkt…

Update
Die Medien werden langsam aber sicher aufmerksam. Auf Golem findet sich bereits ein Beitrag.

YouTweet – YouTube-Videos einfach twittern

Kürzlich hat Sevenload seine Webseite dahingehend erweitert, dass man hochwertige Videos von dort direkt über eine eingebaute Funktion twittern kann. Eine nette Idee, die ich gerne auch bei YouTube hätte. Dort gibt es zwar „Weiterleiten“, allerdings nicht für Twitter.
Um diesen Mangel auszugleichen, habe ich hier nun ein kleines, praktisches Script für den Firefox. Benötigt wird hierfür lediglich die Erweiterung Greasemonkey.
Nach der Installation von YouTweet erscheint direkt unter dem YouTube-Player eine zusätzliche Box:

YouTweet

Ein Klick auf den erzeugten Link, twittert das Video entsprechend:

YouTweet

YouTweet

Eventuell wird das Script in Zukunft noch um eine direkte Kommentarfunktion ergänzt. Momentan lässt das die heiße Nadel nicht zu ;)

Download/Installation von YouTweet