Vor 10 Tagen ist ein Tatverdächtiger verhaftet worden, der Datensätze von SchülerVZ abgefischt haben soll. Diese Datensätze hat er dann wohl u.a. dazu verwendet, einen Erpressungsversuch gegenüber VZnet zu starten.

Ich gebe zu, dass der Täter alles andere als meine Sympathie hatte – besonders weil er sich an Daten von Kindern und Jugendlichen vergriffen hat. Diese haben eben in vielen Fällen nicht die Medienkompetenz, um sich der Gefahr bei Veröffentlichung privater Daten im Internet bewußt zu sein.

Gerade eben war auf Stern.de und bei N24 zu lesen, dass genau diese Person sich offenbar in der Jugendhaftanstalt Plötzensee das Leben genommen hat. Man kann nur darüber spekulieren, welche Vorgeschichte eine Person hat, die bereits im Knastblog von ihren vorherigen Erfahrungen in U-Haft berichtet hat. Wenn die erneute Inhaftierung der Auslöser für den Selbstmord war, kann man sich auch fragen, wieso die erste Erfahrung in Haft nicht gereicht hat, um sich an das Gesetz zu halten. Die meisten Fragen werden wohl offen bleiben.

Menschlich bedauere ich diesen Fall jetzt sehr. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind sicher nichts gewesen, was man nicht durch eine Strafe hätte aus der Welt schaffen können. Aber ein Selbstmord wegen dem Scheiss…

Update
Ein Sprecher der Justizverwaltung hat die Sache bestätigt.