Google hat soeben einen bemerkenswerten Blogpost veröffentlicht. Darin ging es um kürzlich erfolgte Attacken gegen Google aus China und den Versuchen, in die Googlemail-Accounts von Menschenrechtlern einzubrechen. Weiterhin wurde wohl festgestellt, dass über einen längeren Zeitraum routinemäßig unbefugte Logins in die Mailkonten von Anwälten aus den USA, China und Europa gab, die sich mit Menschenrechten beschäftigen. Diese Zugriffe resultieren nicht aus Einbrüchen bei Google, sondern vermutlich aus geschickter Spionage nach den Zugangsdaten.

Aus den Attacken zieht Google nun folgende Konsequenz:

These attacks and the surveillance they have uncovered–combined with the attempts over the past year to further limit free speech on the web–have led us to conclude that we should review the feasibility of our business operations in China. We have decided we are no longer willing to continue censoring our results on Google.cn, and so over the next few weeks we will be discussing with the Chinese government the basis on which we could operate an unfiltered search engine within the law, if at all. We recognize that this may well mean having to shut down Google.cn, and potentially our offices in China.

Im Klartext ist Google also nicht mehr gewilllt, ein Engagement in der derzeitigen Form in China fortzuführen. Es soll Gespräche mit chinesischen Behörden über eine Lockerung der Zensur geben, in deren letzter Konsequenz Google auch eine Schließung von Google.cn und der Büros in China in Kauf nehmen will.

Daumen hoch für die Entscheider. Die Entscheidung von Google wird zwar nichts an den Zuständen in China ändern, aber dieses Zeichen ist sicher sehr viel wert… :)