Der Landkreis Osnabrück will die weißen Flecken in der Internetversorgung beseitigen. Dazu ist die Gründung einer Tochtergesellschaft „Telkos“ vorgesehen, die ab März den Auftrag zur Versorgung der ersten 5 von 15 besonders schlecht oder gar nicht versorgten Gebieten erhalten soll. Diese mit weniger als DSL 1.000 versorgten Gebiete sollen demnächst für Privatkunden bis zu DSL 2.000 und für Gewerbetreibende bis zu DSL 40.000 bieten.

Die Telkos wird voraussichtlich mit 2,5 Millionen Euro angeschoben und vorerst durch einen kaufmännischen und einen technischen Leiter besetzt, die sich mit der Netzplanung beschäftigen. Langfristig geht es um den Aufbau eines Netzes aus Erdkabeln, auch Funkverbindungen sollen aber als Option denkbar sein. Eine Versorgung soll möglich sein, sobald sich 20 Haushalte zusammenschließen.

Die Idee finde ich durchaus nett, am grundlegenden Problem mit der Breitbandversorgung wird das aber nichts ändern. 20 Haushalte müssen sich erstmal zusammenfinden und DSL 2.000 ist nach meiner Definition nur noch sehr grenzwertig als Breitband zu bezeichnen.
Über allem schwebt natürlich die Frage, warum man nicht lieber der Telekom die Versorgung dieser Gebiete durch konkrete finanzielle Unterstützung schmackhaft macht, sondern eine eigene und auch dauerhaft zu unterhaltende Infrastruktur aufbaut, für die Know How entsprechend zugekauft werden muss.

Aber nette Idee…