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Schlagwort: Mobilität

Nahtoderlebnis im fahrradfreundlichen Osnabrück

Die Überschrift ist drastisch formuliert, aber auch nach einer knappen Stunde sitzt mir der Schrecken nach wie vor in den Gliedern. Was war passiert?

Ich war vorhin mit meiner kleinen Tochter unterwegs und hatte etwas vergessen. Ohne Kind und Anhänger war ich dann nochmals auf dem Weg durch Osnabrück von der hinteren Wüste zum Schölerberg. Am Rosenplatz stand ich gegen ca. 20 Uhr vor einer roten Ampel auf dem Radfahrstreifen, links neben mir wartende Autos, rechts neben mir die Abbiegespur mit grüner Ampel.

Der blaue Pfeil deutet auf meinen Standpunkt, die roten Pfeile zeigen die Fahrtrichtung des LKW

Plötzlich hörte ich von hinten einen LKW heranrauschen. Ich habe mich kurz umgedreht und bemerkt, dass der LKW mit Anhänger und Containern darauf „sehr zügig“ unterwegs ist. Instinktiv habe ich mich leicht nach links gelehnt, in dem Moment war schon das Führerhaus neben mir und zwar so dicht, dass ich ohne einen beherzten Sprung nach links diese Zeilen nun wohl nicht mehr schreiben würde.

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Freie Lastenräder in Osnabrück – Ein Projekt stirbt langsam und qualvoll

In vielen Großstädten gibt es sie bereits, in Osnabrück fehlen sie: Freie Lastenräder, von Ehrenamtlichen organisiert und von jedermann kostenlos (aber nicht umsonst) nutzbar.

Mitte 2017 hat sich da tatsächlich etwas bewegt und ein Osnabrücker Bürger (nennen wir ihn Herrn A.) hat sich auf den Weg gemacht, etwas in der Richtung anzuschieben. Nach der ersten anfänglichen Euphorie wurde es um das ganze Projekt etwas ruhiger und auch auf Nachfragen gab es nur sporadisch eine Reaktion. Da ich diese Sache für sehr wichtig hielt, habe ich mir Gedanken darum gemacht, wie man sie trotzdem nach vorne bringen kann und mittelfristig eine Lösung auf die Beine gestellt bekommt.

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Wenn „Nur mal kurz…“ zur Normalität wird – Radwegparker in Osnabrück

Mir fehlt da fast schon ein wenig die Sprache, wenn ich mir anschaue, wieviele krasse Fälle von „Ist mir doch egal“ mir an einem Nachmittag in Osnabrück begegnet sind.

Als ob Regeln nur dann Gültigkeit haben, wenn man sie gerade selber braucht. Als ob ein Miteinander nur dann gut ist, wenn man selber keinen Aufwand damit hat.

Typische Ausreden waren tatsächlich unter anderem:

„Was soll ich denn machen? Ich muss hier jemanden abholen!“
(Busfahrer)

„Ja wo soll ich denn sonst halten?“
(Junge Damen vor dem Kolpinghaus, die im Innenhof hätten parken können)

„Das ist ein Radweg“
(Radwegparker am Wall)

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Leute mittlerweile so hilflos sind, als das sie sich einfach nicht mehr anders zu helfen wissen, als MItmenschen im Straßenverkehr durch rücksichtsloses Verhalten das Leben schwer zu machen und diese zu gefährden.

Seit Wochen tobt in Osnabrück ganz offen der Kampf darum, ob und wie sich der Verkehr in der Innenstadt in Zukunft weg von motorisiertem Individualverkehr und hin zu modernen Methoden der Fortbewegung entwickelt.

Exemplarisch bin ich vorhin mal ca. 2 Kilometer von meinem Zuhause bis in die Innenstadt mit dem Fahrrad gefahren. Es hat etwa 5 Minuten gedauert, war stressfrei und unkompliziert.
Wozu eigentlich dann noch mit dem Auto?

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