Seit sich um den Webworker an sich die wildesten Mythen über seine Verfügbarkeit, Belastbarkeit und unglaubliche Flexibilität ranken, kommen immer mehr unpassende bis dreiste Jobangebote auf den Markt.
Den Vogel abgeschossen hat für mich eine Firma aus Niedersachsen. Diese sucht auf den Webseiten der Arbeitsagentur einen „Webentwickler für die eigene Homepage auf 400,- Euro Basis“.

Stellenangebot

Das ganze soll in „Teilzeit – flexibel“ erfolgen – was auch immer man sich bei der Vergütung darunter vorstellen darf.

Da meine Neugier wieder mal zu groß war, habe ich dem Unternehmen kurz meine Unterlagen zugesendet. Nachgewiesen habe ich darin u.a. Qualifikationen in den folgenden Bereichen:

Webentwicklung

  • Konzeption und Gestaltung
  • Planung der technischen Anforderungen
  • Webprogrammierung (z.B. HTML/XHTML, CSS, PHP, MySQL)
  • Redaktionssysteme (z.B. WordPress, Joomla, Drupal)
  • Datenbankanbindung
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Zugriffsanalyse

Netzwerkmanagement Linux und Windows

  • Installation und Administration von Mail-, File-, Datenbank- und Webservern, Firewalls, etc.
  • Fehleranalyse und -behebung
  • Datensicherung und -sicherheit, Netzwerksicherheit
  • Benutzer- und Zugriffsverwaltung
  • Benutzerbetreuung (Help Desk)
  • Migrationskonzeption und -durchführung
  • LAN-, WAN-, WLAN-Anbindung

Heute hatte ich die Antwort im Briefkasten. Mehr noch als über die Absage, war ich über die Begründung erstaunt:

Absage

„Ausbildung und Erfahrung“ entsprechen bei den von mir genannten Anforderungen also nicht dem geforderten Profil?

Mit Verlaub: Abgesehen davon, dass ich die sehr schwammig formulierten Anforderungen voll abdecke, reden wir von einer Webseite, die sich bisher auf dem Niveau hier befindet:

Webseite

Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg bei der Suche nach einer für diesen anspruchsvollen Job ausreichend qualifizierten Person – die sich im Idealfall auch von Luft ernähren kann… :D