Verständlicherweise macht man sich im Hause Microsoft mittlerweile wohl Sorgen über den „Erfolg“ von Windows Vista. Viele Privatanwender und der Großteil der gewerblichen Anwender hängen immer noch an XP und beim Neukauf eines Rechners wird daher auch nicht selten nach einem Weg gesucht, um weiter XP nutzen zu können.

Was also tun?

Ganz einfach: Microsoft lädt 120 Personen ein, die Vista vor Zeiten in Tests nicht sonderlich gut bewertet haben. Diesen Personen führt man auf dem Microsoft Campus in San Francisco das neue Windows vor, „Windows Mojave“. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um Vista.

In einer zehnminütigen Vorführung bekamen die Probanden angeblich in der neuen Windowsversion geplante Features aus den Bereichen Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Optik präsentiert.
Durch die Reihe zeigten sich diese danach begeistert.

Microsoft freut sich über die PR, der geneigte Leser stellt sich ein paar Fragen.
Wie war es z.B. möglich, dass 120 versierte Personen während einer zehnminütigen Vorführung Vista nicht als dieses erkennen?
Von der verwendeten Hardware reden wir lieber gar nicht erst. Zum großen Teil war diese beim Launch von Vista nämlich noch gar nicht gängig und eignet sich deshalb nur bedingt für einen einigermaßen objektiven Vorher/Nachher-Vergleich.
Ausserdem wurde den Probanden ein vollständig installiertes System vorgeführt – das dürfte kein Vergleich zum teilweise überforderten User vor dem heimischen PC sein.

Alles in allem überzeugt mich diese Aktion nicht.

Webseite: mojaveexperiment.com