First look on put.io

put.io tritt mit dem Anspruch an, dass Sharing von Mediendateien im Netz zu verändern. Der Dienst wirbt damit, Dateien von verschiedenen Orten zu ziehen und diese komfortabel zur Verfügung zu stellen. Dafür stehen jedem Beta-Tester 50 GB Speicherplatz und 150 GB Traffic zur Verfügung. put.io berechnet aber nur Traffic beim streamen von Inhalten an den User, der Download von Inhalten auf die Plattform wird nicht berechnet. In der finalen Version wird der Dienst ausschließlich auf ein Bezahlmodell setzen, kostenlos oder auf Fremium-Basis wird es nichts geben.

put.io bietet verschiedene Möglichkeiten, um seinem Speicherplatz neue Dateien hinzuzufügen. Neben dem Upload von der heimischen Festplatte werden auch Direktlinks, Torrents oder Rapidshare-Archive unterstützt. Torrents werden geseedet bis ein Verhältnis 1:1 erreicht ist, Rapidshare-Archive werden direkt entpackt, wobei put.io auch mit passwortgeschützten Archiven umgehen kann.

Mit dem Dienst ist es also möglich, ohne Wartezeiten komplette Archive bequem von Rapidshare zu saugen ohne dort Premium-Mitglied zu sein. Je nachdem was put.io später für diesen Service verlangt, rechnet sich das Angebot also für den einen oder anderen Poweruser.

Die hinzugefügten Mediendateien kann man nun z.B. in der Weboberfläche von put.io abspielen.

Weitere Möglichkeiten wären der direkte Download auf die eigene Festplatte, das Streaming mit einem lokalen Client oder die Umwandlung in ein Format für iPhone/iPod

Interessant ist auch das „Subscriptions“-Feature, mit dem man einen Podcast o.ä. unter Angabe der RSS-Adresse abonnieren kann. put.io prüft dann in regelmäßigen Abständen auf neue Beiträge und stellt diese automatisch zur Verfügung.

Wer seine Lieblingsdateien mit seinen Kontakten teilen möchte, kann das unter „Sharing“ erledigen. Dort erhält man eine Übersicht über die freigegebenen Ordner und Dateien und kann seine Freunde verwalten. Was ich mir in der finalen Version unbedingt noch wünsche, ist eine Freigabe von Medien je Kontakt und eine Funktion zum syncen der Kontakte von Facebook und Twitter. In der aktuellen Umsetzung ist mit der Kontaktverwaltung nämlich so gut wie nichts brauchbares anzufangen.

Gerade die Sharing-Funktionen bereiten mir Bauchweh und werden sicherlich das feature sein, dass put.io spätestens nach dem öffentlichen Launch sehr schnell das Genick brechen wird. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich die Film- und Musikindustrie derart bequemes verteilen von Inhalten lange anschaut…

Brizzly – Ein Reader für Twitter

Brizzly - Ein Reader für Twitter

Brizzly ist ein Reader für Twitter von den Machern des Google Readers. Mit ihm lassen sich bis zu 5 Twitter-Accounts verbinden. Die Standardfeatures von Twitter sind natürlich alle vorhanden, nebenher kann Brizzly Bilder, Videos und Maps anzeigen und Short-URLs expandieren.

Brizzly - Home Screen

Besonders interessant finde ich Features wie das Speichern von Entwürfen für zukünftige Tweets oder auch das „Muting“ für bis zu 5 Follows. Falls es also mal wieder jemand mit Flames zu irgendwelchen Kanzlerduellen o.ä. übertreibt, hat man auf Mausklick erstmal seine Ruhe.

Die Gruppenfunktion überzeugt mich hingegen nicht so recht. Mir wäre es lieber, wenn Twitter diese Funktion endlich einbaut. Ich nutze an verschiedenen Geräten unterschiedliche Clients und da halte ich das Anlegen von Gruppen in nur einem für schlicht überflüssig.

Brizzly gewährt Zugang aktuell nur auf Einladung. Diese werden aber recht schnell verschikt. Ich habe auch nur weniger als 24 Stunden warten müssen.

Closed Beta der Social Network-Toolbar Wibiya [Pics]

Mit Wibiya bekommen Blogbetreiber die Möglichkeit, eine mit Widgets erweiterbare Toolbar in ihr Projekt einzubauen. Nach meiner Einladung und dem Einbau der Toolbar heute morgen, habe ich ein paar Bilder des Backends gezogen.

Wibiya Toolbar

Verfügbar sind die Widgets Blog Search, Posts Navigator, Live Notifications, Twitter Gadget, Community (via Facebook), Sharing Tool, Register to RSS Feed, Translation und Photo Gallery.

Wibiya Toolbar-Editor 1
Vieles davon ist Standard und dürfte in den meisten Blogs bereits verbaut sein. Die Blogsuche, den Navigator für Beiträge, das Twitter Gadget, das RSS-Abo und die Foto-Galerie habe ich daher nicht näher betrachtet.

Wibiya Toolbar-Editor 2

Interessant sind hingegen die Live Notifications, die es dem Seitenbetreiber ermöglichen, dem Besucher in einem Live-Ticker kurze Infos zur Seite zu geben. Hilfreich eventuell bei temporären Störungen, etc.
Die Übersetzungsfunktion ist aufgrund der Herkunft genau die Katastrophe, die man erwartet. Automatisierte Übersetzungen von Webseiten sind halt nicht zu empfehlen.

Wibiya Toolbar-Editor 3

Sehr gut gelungen ist meiner Meinung nach die Community-Funktion, die via Facebook angebunden ist. Google bietet zwar etwas vergleichbares an, kann hier aber nicht mithalten. Facebook- und Google-Profil sind halt zwei völlig unterschiedliche Dinge und FB eignet sich wesentlich besser für die Vernetzung von (Stamm)-Lesern einer Seite.

Wibiya Dashboard

Erster Eindruck von Social Reader

Ich bin ziemlich erfreut darüber, dass ich nun selber Gelegenheit habe, Social-Reader.com testen zu dürfen. Eigentlich wollte ich gerade schon mit meinem Blogposting starten – das zieht sich aber noch ein bisschen hin. Bis es soweit ist, schaut euch doch einfach schon mal dieses einführende Video von Kristof Dreier an.


Social Reader: Einführung from Kristof Dreier on Vimeo.

Social Reader ist der deutschsprachige Feed Reader, der die Abonnements seiner Benutzer nicht geheim hält – im Gegenteil: Man kann sich durch die Feed-Sammlungen der Benutzer klicken um zu erfahren, was diese lesen. Dabei kann man Vorschläge für ähnliche Feeds bekommen um diese selbst zu abonnieren oder Freunde auf Basis gemeinsamer Interessen finden.

Streamy.com – Discover and Share

Streamy ist einer der ungezählten Dienste, die sich aktuell im Dunstkreis von Twitter und Co als personalisierte News-Seite anpreisen.

Beitrag auf Parkrocker.com über Streamy.com

An sich ist der Launch oder die Öffnung einer Beta für die breite Masse mittlerweile kaum noch einen Blogbeitrag wert. Das Streamy.com OAuth unterstützt und imho wirklich sehr hübsch umgesetzt ist, hat mich dann doch dazu bewogen.

Streamy lässt sich derzeit für die Dienste Twitter, Facebook, Digg, Flickr und FriendFeed konfigurieren. Testweise habe ich vorhin mal Twitter mit Streamy verbunden.

Streamy.com - Twitter 1

Dank OAuth hört die ewige Passworttauscherei ja auf und der Zugriff für externe Dienste lässt sich simpel in Twiter verwalten.

Streamy.com - Twitter 2

Zusätzlich lassen sich mit Streamy RSS-Feeds und Personen mit Profilen bei Streamy folgen. Aus diesen Streams stellt Streamy die persönliche Startseite des Users zusammen. Diese lässt sich individuell im Layout anpassen (Spalten hinzufügen, etc.)

Streamy.com - Discovery and Share

Insgesamt kann Streamy.com von der Aufmachung und von der Usability schon überzeugen. Mir fehlt allerdings ein Alleinstellungsmerkmal, wieso ich ausgerechnet Streamy und nicht irgendwas anderes nutzen sollte.
Die Funktionen sind okay, die Nutzung von OAuth eine echte Wohltat für ruhigen Schlaf – aber im Endeffekt finde ich das alles so oder ähnlich auch auf anderen Plattformen. Ich warte also immer noch darauf, dass DIE Killer-App aus dem Twitter/FriendFeed-Umfeld auftaucht.

Erster Eindruck von MicroPlaza

MicroPlaza.com befindet sich aktuell noch in einer geschlossenen Beta-Phase. Wer Chancen auf eine Einladung haben möchte, folgt am besten dem MicroPlaza-Account bei Twitter.

MicroPlaza.com Einladung Invite

MicroPlaza versteht sich in erster Linie als Nachrichtenaggregator der eigenen Twitter-Timeline:

We wanted a way to discover relevant and interesting items from the people we follow on Twitter. Most of the time something interesting is a link shared by a friend or colleague. So we built MicroPlaza to deliver us the filtered links from our Twitter timelines. It’s our discovery engine, our personal newswire and just so god damn addictive!

Mit MicroPlaza steigt also die Chance, im Rauschen keine relevanzten News/Links seiner Twitter-Kontakte mehr zu verpassen.
Sehr nett ist zum Beispiel auch die Funktion, die MicroPlaza-Timeline aus dem Blickwinkel eines seiner Follower zu betrachten („Being someone“) oder eine Diskussion über die präsentierten Inhalte anzustoßen.

Richtig interessant wird MicroPlaza allerdings dadurch, dass man als User hier erstmals das neue Authentifizierungsverfahren von Twitter (OAuth) in Aktion sehen kann.

Twitter OAuth

Somit entfällt die bei vielen Anwendungen aus dem Dunstkreis übliche Preisgabe des eigenen Twitter-Passworts.

MicroPlaza.com Einladung Invite

Der Ansatz von MicroPlaza ist sicher interessant, die Umsetzung mehr als gelungen – ich persönlich würde die Plattform nach meinem ersten Eindruck dennoch nicht für das nächste „Big Thing“ halten. Schöner fände ich es, wenn Twitter endlich mehr Funktionen in die eigene Plattform integrieren würde (z.B. ein Gruppensystem). Aber vielleicht ist es ja auch genau dieser Mikrokosmos von Anwendungen um Twitter und deren Mehrwert, der die Plattform überhaupt am Leben hält, bzw. ihr zum kompletten Durchbruch verhilft.

CoTweet – Twitter-Accounts gemeinsam nutzen

Einen interessanten Ansatz zur Verwaltung von Twitter-Accounts durch mehrere Autoren bringt CoTweet. Beschrieben wird der Service als „team workflow for Twitter“.

Die Liste der Features klingt bereits interessant:

  • Schedule updates to make company announcements
  • Engage people throughout your company / Assign tasks and track followups
  • Automatically include signatures in your updates to identify who’s talking and keep conversations personable

Aktuell befindet sich der Service noch in einer geschlossenen Beta-Phase. Gerüchten zufolge soll diese aber bereits in der nächsten Woche geöffnet werden.