Gläserner Bürger? Ja bitte!

Gläserner Bürger? Ja bitte!

Manchmal fehlen mir die Worte. So auch vor kurzem in der Umkleide des Fitnessstudios, als ich das Gespräch zweier junger Männer zufällig mitgehört habe. Der eine erzählte, dass er am Folgetag morgens mit seiner Freundin trotz dieser Temperaturen ein kleines Sektfrühstück abhalten muss, weil diese eine Kooperation mit einem Sekthersteller habe.

Es ging um Instagram und das Geld, welches seine Freundin damit verdienen würde. Sie wäre nämlich eine ganz schlaue und würde sich viel von dem für die Aufnahmen benötigten Zeug einfach online bestellen und danach wieder zurücksenden. Nur die Rechnungen, die würde sie behalten und im Rahmen ihrer Einkommenssteuererklärung als Ausgabe ihres Gewerbes angeben.

Klasse, wirklich tolle Idee.

Der Typ war wohl auch unheimlich stolz darauf, dass seine Freundin eine so unfassbar schlaue Füchsin ist. So kreativ beim Steuern sparen, so erfolgreich auf Instagram.

Wenn ich mir solche Geschichten von und über kriminelle Schmarotzer anhören muss, dann wünsche ich mir ein wenig mehr gläserner Bürger. Dann wünsche ich mir eine Vernetzung zwischen Finanzamt und Wirtschaft, einen elektronischen Abgleich aller Käufe und Retouren mit den Steuererklärungen der Bürger.

Lohnen dürfte sich das für den Fiskus und damit für uns alle als Gesellschaft allemal…

Kai Thrun: Mit einem Fremden durch Paris

Drüben bei Kai findet sich ein wirklich großartiger Beitrag über Reisen, Begegnungen, Aufgeschlossenheit und einen tollen Tag in Paris. Wenn ihr mich fragt, einer der besten Texte mit ein paar der schönsten Fotos, die ich in letzter Zeit in einem Blog gesehen habe:

Ich werde mich noch an diesen Tag mit diesem Fremden erinnern. Danke Paris. Danke Adwait.

Hier geht es zum Artikel:

Mit einem Fremden durch Paris

Fotos in der Drogerie

Es war mal wieder soweit: Ich brauchte dringend ein paar Bilder. Ausgedruckt. Sofort.

Weil mir bei DM die Schlangen oft zu lang sind, bin ich mit meiner Tochter in den Rossmann gegangen und habe mein Glück dort versucht. Erfolgreich waren wir dort nicht, soviel kann ich schon mal verraten. Woran es gelegen hat? Naja, Bluetooth hat nicht geklappt, per WLAN sollte ich mir eine von zwei angebotenen Apps installieren. Ich habe die App von Rossmann gewählt, meinen Warenkorb mit Fotos gefüllt und bin stutzig geworden. Denn plötzlich sollte ich dort in der App ein Kundenkonto anlegen, dann bestätigen, dass die Bilder in der Filiale bestellt werden. Das hat sich aber gar nicht so angefühlt, wie es eigentlich sollte, denn ich wollte die Bilder ja direkt ausdrucken und gleich mitnehmen. Irgendwann waren sowohl meine Tochter als auch ich leicht entnervt vom langen Aufenthalt in der Filiale und wir sind dann doch rüber zum DM.

Dort ausnahmsweise keine lange Schlange, keine Wartezeiten. Bluetooth quälend langsam, per WLAN sollte ich eine von zwei angebotenen Apps installieren. Diesmal habe ich die von Kodak ausgewählt, die erstaunlicherweise ohne viele Probleme funktioniert hat.

Insgesamt ist das mit dem Sofortdruck von Fotos in Drogeriefilialen und Supermärkten für mich bisher noch nie eine befriedigende Erfahrung gewesen. Irgendein Problem gibt es immer. Mal erkennt das Terminal den USB-Stick nicht, mal klappt es mit Bluetooth nicht, etc.

Am schlimmsten finde ich ja noch die Möglichkeit, sich mit Facebook oder Google zu verbinden, um seine Fotos von dort zu drucken. Mit Passworteingabe. In der Drogerie.

Schade, würde so etwas problemloser klappen, würde ich viel öfter mal Bilder ausdrucken.

Google hostet LIFE-Archiv mit historischen Aufnahmen

Ab heute stellt Google ein ganz besonderes Archiv der Öffentlichkeit zur Verfügung:
LIFE photo archive hosted by Google.
Hier sind Millionen von bisher größtenteils unveröffentlichten Aufnahmen verfügbar.

Das LIFE-Archiv umfasst ca. 10 Millionen Fotos, von denen zur Zeit 20% bei Google verfügbar sind. Einzige Beschränkung ist aktuell, dass je Suchanfrage maximal 200 Fotos angezeigt werden.