Psychologische Beratung im Bistum Osnabrück – Jahresbericht 2017

Über einen Beitrag bei osradio 104,8 bin ich auf den Jahresbericht der psychologischen Beratungsstellen des Bistums Osnabrück gestoßen. Im Jahr 2017 gab es 5725 Neuanmeldungen, womit diese im Vergleich zum Vorjahr um 10,5% gestiegen sind. Davon entfallen 4030 Neuanmeldungen (70,4%) auf den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.

Der Gesamtaufwand für diese Beratungen lag 2017 im Bistum Osnabrück bei 4.991.000 Euro.

Wenn ich mir den Bereich Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) anschaue, fallen einige Bereiche besonders auf:

  • Belastung des jungen Menschen durch familiäre Konflikte
    (1389 Neuanmeldungen)
  • Belastung des jungen Menschen durch Problemlage der Eltern
    (1090 Neuanmeldungen)
  • Entwicklungsauffälligkeiten/seelische Probleme des jungen Menschen
    (1036 Neuanmeldungen)

Die Erziehungsberatung hilft den Eltern laut dem Bericht unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Elterliche Handlungskompetenz erhöhen
  • Entwicklungsgerechte Kommunikation unterstützen
  • Familiäre Bindungen fördern

Kurzum: Diese Beratungen sollen auch gelebte Anwaltschaft für eine glückliche Kindheit sein.

Eine der Beratungsstellen benennt aktuell spürbare Veränderungen im familiären Umfeld so:

Ein paar Beispiele:
» immer mehr Eltern kommen in Hetze zum Beratungstermin
» immer mehr Kinder erzählen, dass sie mit ihren Eltern kaum spielen
» manchen Familien fehlt für den Beratungstermin das Fahrgeld
» getrennte Eltern bestehen darauf, dem anderen Elternteil in der Wartezeit vor dem Termin auf keinen Fall zu begegnen
» viele Kinder beherrschen digitale Medien exzellent, sind aber nicht mehr in der Lage, ihre Phantasie zu benutzen
» der Anteil manifester psychischer Erkrankungen sowohl bei Eltern als auch bei Kindern nimmt zu.

Quelle

Ein trauriger Spiegel, den unsere Gesellschaft hier vorgehalten bekommt…

DIY-Projekt: Blätterpresse für Kinder

Der Herbst ist da und was gibt es schöneres, als diese Jahreszeit mit Kindern draußen zu genießen. Draußen im Wald mit bunten Blättern und Laubhaufen. Damit meine Tochter von den bunten Blättern ein bisschen länger etwas hat, habe ich vorhin aus zwei Brettchen und ein paar Schrauben eine kleine Blätterpresse gebastelt. So einfach, dass es eigentlich keine Erklärung braucht:

Blätterpresse

Blätterpresse

Blätterpresse

Viel Spass beim Nachbau… :-)

Wozu hat man eigentlich Kinder?

Kindergarten

Ich stelle mir im Alltag immer wieder die Frage, warum manche Menschen Kinder haben. Da sind die Fälle offensichtlicher Vernachlässigung, wenn die Eltern das Kind nur noch vor dem TV parken. Da sind die Fälle von schlechtem Vorbild, wenn Mama oder Papa rauchend neben einem Kleinkind stehen. Da gibt es die Fälle charakterlicher Nichteignung, wenn Kinder von ihren Eltern nur noch angebrüllt und erniedrigt werden.

Was jetzt neu auf meiner Liste steht, ist der „Trend“, Kinder rund um die Uhr in die Krippe oder Kita geben zu können. Da kann man sich des Nachwuchses schön bequem entledigen, ihn zwischendrin nochmal zum Schlafen abholen und am Wochenende schick im angesagten Cafe neben dem Spielplatz und bei den begeisterten Großeltern vorzeigen.

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Kinderspielplatz Iburger Straße/Am Riedenbach

Ich bin ja immer auf der Suche nach schönen Spielplätzen, welche meine Tochter und ich noch nicht kennen. Ein echter Geheimtipp findet sich in Osnabrück am Schölerberg zwischen Iburger Straße und Am Riedenbach. Der Zugang ist leider recht versteckt entweder an der Iburger Straße zwischen Hausnummer 127a und 129 oder Am Riedenbach neben Hausnummer 60.

Auf dem Spielplatz finden sich Schaukel, Wippe, Karussel, Spielhaus, Federwippe, Klettergerüst, eine Spielgerätekombination, ein Bagger und ein Balancierbalken. Insgesamt also ein breit gefächertes Angebot an Spielgeräten, das einen Besuch auf jeden Fall lohnenswert macht.

Sonntags auf dem Spielplatz

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Es ist mir ein Rätsel: Hier in unserer Siedlung gibt es einen sehr großen und gepflegten Spielplatz, den aber so gut wie nie jemand nutzt. Die Spielgeräte sind zum großen Teil neuwertig, es gibt keine Hundehaufen, Scherben oder pöbelnden Nachbarn – aber eben auch keine Kinder.

Zuerst hatten wir vermutet, dass der Hauptgrund in den in der Nachbarschaft vorhandenen Gärten der Eigenheime samt Ausstattung mit Spielgeräten zu suchen ist. Mit der Zeit haben wir aber festgestellt, dass die Gärten der umliegenden Häuser zum allergrößten Teil eher mit der Nagelschere gepflegt werden und dort wohl Gartenzwerge Platz haben, spielende Kinder aber nicht.

Vielleicht sind Spielplätze auch einfach aus der Mode gekommen. Wir werden es wohl nicht mehr herausfinden…

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