Gruppenzwang Deluxe im Social Network Stayblue

Die Krankenkasse „BKK DER PARTNER“ eröffnet im Social Network Stayblue eine Gruppe (Login nötig). Wer dort eintritt, bekommt folgende Nachricht:

Du bist jetzt Mitglied der Gruppe bkk-straight. Als Dankeschön wurden dir gratis 3 Monate Premiumaccount gutgeschrieben!

Einen Hinweis darauf gibt es vor der Anmeldung nicht. Eigentlich eine nette Sache, da man sonst für diese Premium-Mitgliedschaft zahlen müsste. Was leider vorab nicht kommuniziert wird: Man bleibt für die drei Monate der Premium-Mitgliedschaft auch zwangsweise Mitglied in der Gruppe der Krankenkasse. Beim Abmeldeversuch gibt es folgenden Hinweis:

Du kannst diese Gruppe nicht verlassen da du zu Beginn 3 Monate Gratis-Premiumaccount bekommen hast. Diese 3 Monate musst du nun abwarten.

Mir ist gerade nicht ganz klar, was der Gruppengründer/-betreiber für einen Vorteil davon haben könnte, Mitglieder zwangsweise in der Gruppe zu halten, bzw. ob man als Mitglied eventuell irgendwelche Nachrichten von der Gruppe erhält. Die Vorgehensweise finde ich auf jeden Fall mehr als gewöhnungsbedürftig. Eigentlich sollte ein Gruppenbetreiber in einem Social Network anders überzeugen können, als durch „Zuckerbrot und Peitsche“…

Was haltet ihr von so einer Art der Bindung von Nutzern sozialer Netzwerke?

Social Media gewinnt – Der kleine Blumenladen ist fast gerettet

Nach Caschys Aktion mit dem Netbook für seinen Freund Bene, gibt es bereits die nächste Erfolgsmeldung in einer Sache für den guten Zweck zu vermelden. Die Aktion „Rettet den kleinen Blumenladen“ ist fast abgeschlossen. Dabei geht es um folgendes:

Der Lieblingsblumenladen meiner Freundin in der Windscheidstr. 22 im Charlottenburger Kiez am Stuttgarter Platz wird am 24. Dezember zum letzten Mal öffnen. Es ist ein sehr kleiner, mit viel Liebe und Sorgfalt eingerichteter und geführter Laden. Darin arbeitet mit dem Besitzer nur eine Person. Er verzichtete seit Eröffnung weitestgehend auf Urlaub, freie Tage oder pünktlichen Feierabend, um über die Runden zu kommen. […] Unverschuldet war er sehr lange krank und konnte seinen Laden in dieser Zeit nicht öffnen. Um den Laden 2010 weiterführen zu können, hätte er sich weiter verschulden müssen. Dieses persönliche Risiko wollte er nicht eingehen und beschloss daher, den Laden am Heiligabend aufzugeben.

Um den kleinen Blumenladen zu retten, sind 10.000 Euro erforderlich. Vor Beginn der Sammlung hat der Initiator bereits 4.000 Euro im Freundeskreis gesammelt. Von den fehlenden 6.000 Euro sind zum Zeitpunkt dieses Beitrages nur noch 1506 Euro offen. 1506 Euro fehlen also noch bis Heiligabend, um ein Zeichen für die kleinen Läden um die Ecke zu setzen.

Ich muss gestehen, dass ich selber nichts gespendet habe, da es aktuell bei mir auch nicht so rosig aussieht. Aber viele meiner Follower wie zum Beispiel @chr1spy oder @svhennig haben es getan. Setzt doch auch ein Zeichen und tut es ihnen gleich. Hier der Link zur Aktion.

Facebook baut Privatsphäre-Modell um

Im offenen Brief von Mark Zuckerberg an die Facebook-Nutzer wurde lang und breit erklärt, wieso das aktuelle Modell mit regionalen Netzwerken nicht mehr zeitgemäß sein soll und der User damit seine Privatsphäre nicht mehr ausreichend kontrollieren können soll.

Ich kann mir nicht helfen, aber für mich waren diese regionalen Netzwerke noch nie unter dem Aspekt des Datenschutzes interessant. Ich hätte diese jetzt viel eher wie eine Art Gruppenzugehörigkeit betrachtet. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, meine Inhalte für alle Nutzer im Netzwerk „Germany“ freizugeben.

Das neue Konzept mit den Stufen „Freunde“, „Freunde von Freunden“ oder „Alle“ finde ich jetzt auch nicht so prickelnd. Zumindest die Freigabe für „Freunde von Freunden“ ist wieder zu unkontrollierbar. Mir persönlich würde es sogar völlig reichen, bestimmte Informationen für „Alle“ freigeben zu können und den Rest komplett über Listen zu organisieren.

Im Rahmen der Änderungen würde es übrigens auch endlich mal Zeit, dass sich Facebook ein wenig öffnet und gewisse Bereiche die ich gerne mit allen teilen möchte auch per RSS in die weite Welt freilässt…

Alles schaut auf VZ, keiner auf den Rest

Aktuell gehen wieder die Mutmaßungen um Datenlecks bei den VZ-Netzwerken um. Es ist die Rede davon, dass man User mit Hilfe der Super-Suche über kriterien finden konnte, die im eigentlichen Profil auf Privat geschaltet waren.

Leute, es ist echt niedlich, wie ihr euch am VZ festbeißt und dabei den Rest der Netzwerke überseht. Es ist doch nichts neues, dass solche Suchfunktionen die Privatssphäreneinstellungen umgehen.

Nehmen wir z.B. mal die Community Jappy.de, die nach eigenen Angaben über 1,5 Millionen Mitglieder hat.

Hier ein Profil in dem der Wohnort der Userin ausgeblendet ist:

profil

Und das bekommt man, wenn man den Usernamen in der Suchfunktion eingibt:

suche

Ich hab jetzt nur dieses kleine Beispiel hergenommen und nicht weiter und in anderen Communities nach ähnlichen Lücken gesucht.

Also bitte mal auf dem Teppich bleiben und nicht so tun, als ob die VZ-Netzwerke allein Hort alles Bösen wären… ;)

Die ganz tollen Webdesigner bei Xing

Gerade eben hatte ich wieder mal ein prickelndes Erlebnis der etwas anderen Art bei Xing. Dort treibt sich ja so mancher Hampel rum, er mehr auf Schein als auf Sein setzt. Bevorzugt gibt man sich dann als gefälliger Experte, der hilflosen Usern den Webdesign-Weg weist und andere Forenteilnehmer des Halbwissens bezichtigt.

Ein beeindruckendes Exemplar dieser bemitleidenswerten Gattung ist mir gerade eben über den Weg gelaufen. Nachdem ich schon dutzende Beiträge voll arrogantem Textmüll der jungen Dame ertragen musste, hab ich sie (nicht sehr) dezent darauf hingewiesen, wie es in ihrem Hof aussieht. Ein Kritikpunkt waren iframes auf ihrer eigenen Webpräsenz.

Gewohnt besserwisserisch musste ich mich dann gerade belehren lassen, dass ich mich ja selber disqualifiziert hätte, weil das gar keine iframes sind.

Ja sorry, dass ich mir nicht den Code jeder unbedeutenden „Business“-Seite komplett zu Gemüte führe. Mir reicht bereits die Optik eines iframes um das Angebot als nicht zeitgemäß einzustufen. Ob da jetzt iframes verwendet wurden oder irgendwelche overflow-Optionen, interessiert mich nicht.
Es heißt ja auch nicht: „Hier, kauf den Wagen. Ist nur die Optik vom Golf 1, in Wirklichkeit steckt der Motor vom Audi 80 drin.“ :D

Vielleicht fehlt mir einfach auch nur das Einfühlungsvermögen in die Denkweise einer umsatzsteuerlichen Kleinunternehmerin, die womöglich den Großteil ihres Wissens in Kursen an der VHS erworben hat.
Vielleicht hat sie ja daher die Kompetenz, nur 10% der User bei Xing aus der Branche fundierte Kenntnisse zuzusprechen…